Scharfe Stecher
Schwule Erotik-Geschichten aus der Vergangenheit
(5000 Jahre Schwul, Teil 2)
Es hat sie schon immer gegeben: schwule Männer! Und das ist gut so! Folge den schönsten und mutigsten von ihnen, dem kühnen Eroberer, dem mächtigen Mogulherrscher, dem furchtlosen Pony-Express-Reiter oder den coolen Bikern der Fünfzigerjahre. Sie alle suchten lustvolle Erfüllung mit einem anderen Mann – oder mit mehr als einem!
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Leseprobe aus: Tilman Janus: Scharfe Stecher
Copyright: Tilman Janus, 2026
Der Leibeigene
(Russisches Zarenreich, 1800)
Der Winter wollte wieder einmal nicht enden. Dieser Februar erschien mir besonders kalt, bis zu 30 Grad minus. Obwohl es eigentlich jeden Winter so kalt war. Unser Zar Pawel Petrowitsch saß im fernen Sankt Petersburg in seinen vornehmen Schlössern, dort war es wahrscheinlich nur um 20 Grad minus, also fast warm. Ich hockte auf meinem Gut östlich von Moskau und konnte nicht fort. Das lag einerseits an dem ausgedehnten Landbesitz, den ich von meinem Vater geerbt hatte und der meine Existenz sicherte, andererseits an Natalja. Offiziell war sie meine Verlobte. Ich war fünfunddreißig und immer noch unverheiratet, und ich hatte auch nicht vor zu heiraten. Natalja war mir sozusagen aufs Auge gedrückt worden, von meinem Onkel, der in Moskau lebte, und dessen entfernte Großnichte sie war. Wenn ich nach Moskau oder in die Hauptstadt Sankt Petersburg gereist wäre, hätte Natalja mich begleitet, auf Schritt und Tritt. Das wollte ich unbedingt vermeiden. Lieber fror ich mich auf meinem einsamen Gut halbtot. Ich konnte Natalja und auch allen anderen Menschen nicht sagen, warum. Die Lust, die ein Mann auf einen anderen Mann verspürt, ist in unserem Kaiserreich absolut geächtet und wird als Sünde bezeichnet, also totgeschwiegen.
Irgendwie musste ich so existieren, mir blieb nichts anderes übrig. Der Höhepunkt meines abgeschiedenen Lebens war stets eine Schlittenfahrt mit Iwan. Wie es üblich ist, bewirtschaften Leibeigene mein Land. Iwan war einer von ihnen, doch ich hatte ihn als meinen Knecht ins Gutshaus geholt. Er war erst vierundzwanzig und – zum Glück – ebenfalls unverheiratet. Er betreute meine Pferde, Kutschen und Schlitten und kümmerte sich um das Haus und den Garten. Letzteres natürlich nur im kurzen Sommer, der wiederum sehr heiß sein konnte.
Sehr heiß – so wurde mir immer, wenn ich Iwan sah. Während ich ziemlich klein und schlank bin, zwar ganz hübsch mit meinen schwarzen Haaren und den großen, braunen Augen, ist Iwan ein blonder Hüne, viel größer und bestimmt zehnmal muskulöser als ich. Auf seinen breiten Schultern könnte er wohl die Weltkugel tragen, und mit seinen starken Händen könnte er mich wahrscheinlich zerquetschen. Doch er ist ein ganz friedlicher Mensch, zum Glück!
Ich setzte die Schlittenfahrten immer an, um die verschiedenen Gehöfte meiner Bauern zu kontrollieren. Mal hierhin, mal dorthin. Wie gesagt, meine Ländereien sind sehr weitläufig. Ich ließ also Iwan von einem meiner Diener zu mir rufen.
Er kam in seinem einfachen, dunkelbraunen Kittel, ohne Pelzbesatz, und verbeugte sich vor mir. Mein Schwanz wuchs regelmäßig, wenn ich meinen Leibeigenen nur sah. Ach, wenn sein Leib mir doch wirklich gehört hätte! Doch ich durfte mir nichts anmerken lassen.
»Wir werden heute nach Süden fahren und die Bauernfamilien dort besuchen«, sagte ich zu ihm.
»Jawohl, Aleksej Aleksejewitsch!«
»Mach also den Schlitten fertig, Iwan, und nimm lieber zwei Pferde als eines, der Schnee ist tief, die Tiere werden zu arbeiten haben.«
»Jawohl, Herr!« Er verbeugte sich wieder. Dann ging er hinaus. Ich sah seinen herrlichen Hintern, der sich unter dem Kittel abzeichnete, und seufzte lautlos. Wanja! Diesen Kosenamen hatte ich ihm gegeben, heimlich, nur für mich.
Kurze Zeit später zog ich die Pelzstiefel an, warf mich in meinen langen Mantel und nahm zusätzlich den weiten Fuchs-Überpelz, die Mütze aus Fuchsfell und die Pelzhandschuhe. Dann ging ich hinaus.
Der Schnee blendete in der Sonne. Ich zog die Fellmütze tiefer ins Gesicht. Da stand mein bester, prächtigster Schlitten, bespannt mit zwei starken Braunen, und auf dem Kutschbock saß mein Iwan, dick in Lammfell gehüllt. Ich stieg ein, er schnalzte mit der Zunge, und die Pferde zogen an.
Die eisige Landschaft flog an uns vorbei. Eine Rotte Wildschweine begegnete uns, später ein Fuchs. Alle schienen Hunger zu haben. Eigentlich konnte ich froh sein, dass ich noch nie hatte Hunger leiden müssen. Ach, der Hunger nach einem starken Mann, am liebsten nach Iwan, nagte jeden Tag an mir.
Wir absolvierten die geplanten Besuche bei den Bauernfamilien und wurden von ihnen freundlich bewirtet. Ich brachte für die Kinder kandierte Früchte und diese neuartigen Schokoladentafeln mit, die jetzt in einer Moskauer Fabrik hergestellt werden. Ich behandle meine Leute immer gut, und sie sind, glaube ich, mit mir als Gutsherrn einigermaßen zufrieden.
Es war später geworden als gedacht, als wir die Rückfahrt antraten. Im Februar sind die Tage noch recht kurz. Der Abend dämmerte bereits.
»Fahr zu, Iwan!«, rief ich meinem Knecht zu.
Er ließ die Peitsche über die Pferderücken knallen, und die Tiere griffen weit aus, so gut, wie es im Schnee eben ging. Leider wurde es schnell dunkel, und das ist im Winter immer ein Risiko, denn auch die Wölfe haben Hunger. Und da hörte ich sie schon! Ein langgezogenes Heulen schwebte über die Steppe. Ein schwacher Mond leuchtete am Himmel. Ich sah die Wölfe, wie sie, einer nach dem anderen, aus den düsteren Wäldern herauskamen, sich sammelten und die Schnauzen zum gemeinsamen Geheul hoben.
Natürlich waren uns schon öfter Wölfe begegnet, aber eigentlich blieben sie auf Distanz, zumal meine Pferde groß und schnell sind.
Iwan ließ immer häufiger die Peitsche zecken. Die Hengste rochen vermutlich die Raubtiere und flogen schon von sich aus wie ein Sturm über den vereisten Schnee.
Diesmal rückten die Wölfe näher als jemals vorher. Der Winter war eben besonders streng und die Mägen der wilden Tiere besonders leer. Ich hatte zwei geladene Steinschlosspistolen und auch noch Schwarzpulver und Kugeln dabei, doch die Reichweite dieser Waffen liegt nur bei etwa fünf bis sechs Klafter . Ich musste also warten, bis die Wölfe noch näher herankommen würden. Schwierige Sache!
Und sie kamen! Der Mondschein ließ ihre Augen grün aufglühen. Hechelnd liefen sie neben dem Schlitten her. Es waren mindesten zehn, vielleicht mehr. Genau konnte ich es nicht erkennen im Dunkeln. Iwan auf dem Kutschbock beugte sich noch weiter vor und prügelte auf die Pferde ein.
Da sprang ein riesiger Wolfsrüde, wahrscheinlich der Rudelführer, mit einem gewaltigen Satz auf das linke Pferd zu. Der Hengst wieherte, er schrie geradezu vor Angst, bäumte sich auf und brach nach rechts aus. Damit stieß er auch das rechte Pferd aus den Bahn. Beide Zugtiere stürzten übereinander und verwickelten sich in das Geschirr und die Fahrleinen. Der Schlitten kippte um. Ich flog seitwärts in den Schnee. Iwan klammerte sich an den Kutschbock, aber er hielt auch die lange Peitsche fest. Die Wölfe fielen über uns her. Ich hörte ihr Knurren und Keuchen, und ich roch ihren blutrünstigen Atem.
Hastig riss ich eine Pistole aus dem Gürtel und feuerte auf die Biester. Sie wichen zurück und belauerten uns. Ich schoss mit der zweiten, traf aber auch diesmal keines der Raubtiere. Die Pferde wälzten sich im Schnee, durch die Schüsse noch mehr verängstigt. Verzweifelt wollte ich die Pistolen neu laden, fand aber das Schwarzpulver nicht, der Beutel war irgendwo im Schnee versunken. Unser letztes Stündlein schien geschlagen zu haben.
Plötzlich richtete sich Iwan hoch auf. Er schwang die Peitsche mit lautem Knallen und stürmte auf die Raubtiere zu. Dabei brüllte er aus Leibeskräften. Er wirkte wie der Erzengel Gottes, der Rache nimmt an allen bösen Geistern. Todesmutig schlug er immer wieder nach den Wölfen, bis die Viecher so scheu wurden, dass sie sich weiter zurückzogen.
Rasch kam Iwan zum Schlitten zurück. Wir richteten das Gefährt mit vereinten Kräften auf. Iwan befreite die Pferde aus den Leinen und redet ihnen gut zu. Und das Wunder geschah – bevor die Wölfe sich wieder sammeln konnten, rasten wir weiter Richtung Landgut! Und wir kamen wirklich heil an!
Vor den Ställen hielt Iwan die Gäule an. Sie zitterten noch, ihre Flanken waren schweißbedeckt, von den Mäulern tropfte Schaum.
Iwan stieg vom Bock und wollte sich um die Pferde kümmern. Ich sprang vom Schlitten und packte ihn von hinten. Ich schlang meine Arme fest um den starken Hünen, der mir das Leben gerettet hatte. Fest presste ich mich an seinen Rücken und spürte seine Arschbacken an meiner Vorderseite. Mein Schwanz wurde steinhart, vor überstandener Angst, vor Aufregung – und vor Liebe. Mir war alles egal. Ich hielt meinen Leibeigenen eisern fest. Und er – ließ es sich gefallen. Langsam drehte er sich in meinen Armen um und umfasste mich.
»Iwan!«, flüsterte ich. »Iwan! Wanja!« Mehr konnte ich nicht sagen.
»Aleksej Aleksejewitsch!«, sagte er leise. Seine starken Arme umklammerten mich, fast hob er mich hoch. Er neigte sein Gesicht zu mir herab und küsste mich auf den Mund. Einfach so. In der Eiseskälte der Winternacht zündete ein helles Feuer zwischen uns. Nun fühlte ich auch, durch die ganzen Pelze, wie hart und riesig sein Schwanz angewachsen war. Ich küsste ihn zurück, innig, heiß, leidenschaftlich und zärtlich. Unsere Zungen umwickelten einander, als wollten sie für immer vereint bleiben.
Doch mein Iwan war ein zu guter Mensch, um die armen Pferde zu vergessen. Er ließ mich los. »Die Tiere holen sich den Tod, wenn sie nicht in den Stall kommen«, sagte er.
»Hol die Stallknechte aus den Betten!«, sagte ich. »Sie sollen sich kümmern. Und dann komm ins Haus! Zu mir!«
»Jawohl, Aleksej Aleksejewitsch«, sagte er nur. Doch an seinem zärtlichen Ton hörte ich, dass er es anders meinte als sonst, dass er sich wirklich auf mich freute.
Ich schwebte wie auf Wolken ins Haus und scheuchte alle Diener, die mir helfen wollten, zurück in ihre Kammern. Ich selbst warf Holz in den großen Kamin, bis das wärmende Feuer hoch aufloderte. Dann zog ich alle Bärenfelle, die im großen Wohnzimmer verteilt waren, auf einen Berg zusammen und machte daraus vor dem Kamin ein weiches Bett. Danach holte ich eine kleine Holzdose mit Butter ins Zimmer. Und dann zog ich mich aus und legte mich auf die Felle.
Es dauerte nicht lange, dass Iwan ins Zimmer trat. Er kam zum Kamin und betrachtete mich, wie ich nackt, mit eisenhartem Schwanz, auf den Fellen lag.
»Du bist schön, Aleksej! Aljoscha!«, murmelte er. Dann kleidete auch er sich aus. Zum ersten Mal sah ich ihn vollkommen nackt. Seine Muskeln, seine weiße Haut, seinen kompakten, gut geformten Arsch, seine starken Schenkel, das wollige, dichte, blonde Schwanzhaar, den riesigen, schweren Sack und den monumentalen Schwanz. Und der war hoch aufgerichtet!
»Und du bist noch viel schöner, Wanja!«, sagte ich.
Er kniete sich zu mir auf das Fellbett. Ich tastete zum Butterfässchen und nahm mit zwei Fingern davon. Liebevoll rieb ich das Fett auf seine pralle Eichel. Die Butter schmolz sofort auf seiner heißen Kuppe. Aus dem schmalen Pissschlitz tropfte heller Honig. Ich rieb seinen gesamten Schaft mit Butter ein, und ich genoss die Berührung unsagbar. Mein eigener Schwanz klopfte heftig, mein ganzer Körper kribbelte sehnsüchtig. Dann rieb ich Wanjas Sack mit Butter ein, einfach, um ihn ebenfalls zu streicheln. Wanja stöhnte leise. Er beugte sich zu mir hinunter und küsste mich wieder. Ich konnte kaum glauben, dass dies alles kein schöner Traum war, sondern Wirklichkeit. Ich spürte seine warmen Lippen und die heiße Zunge und umschlang dabei seinen Nacken. Elf Jahre war er jünger als ich, doch er behandelte mich so zärtlich und verliebt, als wäre ich seinesgleichen.
Er bog meine Schenkel nach oben und spreizte sie weit. Ich lag vor ihm, hingegeben. Alles wollte ich ihm schenken, wenn auch er mir alles schenken würde. Er lächelte, seine blauen Augen glänzten im Schein des Kaminfeuers. Tief beugte er sich hinunter und küsste meinen Schwanz. Er leckte über meinen Schaft, über die Eichel, ließ sie in seinen Mund gleiten und saugte mir den Vorsaft aus. Ich bebte vor Glück. Dann nahm er etwas von der Butter und strich sie mir über den Damm und in die Arschspalte. Seine Finger dort waren warm und kräftig. Zart rieb er über meine Rosette und drückte eine Fingerkuppe hinein. Wie oft ich dort schon alles Mögliche hineingesteckt hatte, in einsamer Verzweiflung! Und nun waren es seine lebendigen Finger, die mich liebkosten.
Wanja fragte nichts und sagte nichts. Er machte einfach. Und genau so war es gut. Er kniete sich zwischen meine Beine und hob meinen Hintern etwas an. Mit einer Hand drückte er seinen riesigen Baumstamm an mein Loch. Langsam, aber bestimmt drang dieser kapitale Kolben in mich ein. Heiß, lebendig, glatt und kräftig. Ja, ich hatte noch nie einen Mann gehabt, aber ich hatte mir schon tausendmal Möhren, Gurken und Steckrüben in den Arsch geschoben. Doch ein steifer, lebender Männerschwanz, Wanjas Glücksbringer, war unvergleichlich besser. Ich ächzte und stöhnte laut. Und dabei begann er gerade erst! Denn nun setzte er zum Ficken an, und das ging bei ihm mit so viel Kraft und so viel Gefühl, dass ich wie in einem Luststrudel versank. Mein Wanja war ausdauernd und wunderbar stark. Endlich, endlich wurde diese innerste Stelle bei mir genau richtig gerieben, warm und zart und fest zugleich. Mein gesamtes Inneres schien überzufließen. Eine überirdische Lust überkam mich. Ich konnte nur noch schreien. Mit Macht schoss mein Samen hinaus und floss in Mengen über meine Seiten auf das Bärenfell. Wanja stieß einen kehligen Laut aus. Heftig entlud sich sein Riesenteil in meinem Kanal, zuckte und pumpte und füllte mich mit seiner sahnigen Milch.
Ja, so war unsere erste Nacht. Wir lagen noch lange zusammen, umarmten uns und wärmten uns gegenseitig. Gesprochen haben wir so gut wie nichts. Es gab nichts zu sagen. Alles war klar zwischen uns. Dann ging er in den Anbau am Stall, in dem er wohnte, und ich schlüpfte in mein Bett. Doch nun war ich nicht mehr einsam. Mein Herz war voller Liebe, und seines bestimmt auch. Wir wollten kein Gerede unter den Dienstboten, deshalb lebten wir beide so weiter wie vorher, ich als Gutsherr und er als Knecht. Doch jeden Abend kommt er zu mir ins Haus und beglückt mich mit seinem unglaublich fantastischen Schwanz, mit seinen Lippen und seinen zärtlichen Händen. Wahrhaftig ist er mein Lebensretter – vor den Wölfen und vor dem Elend der Einsamkeit. Mein Leibeigener! Und ich – ich bin sein Leibeigener, voller Glück und Hingabe. Bis zum heutigen Tag und bis in alle Zukunft.
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